| Datum | 17.07.2026 |
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Kaplan Egli ward in Ruswyl an seinem Nervenleiden tödlich krank. Doktor Wirz von Ruswyl, ein geschickter Arzt und guter Freund desselben, sowie andere Ärzte hatten mit Bedauern erklärt, der Herr Kaplan sei unrettbar verloren; man solle ihm die hl. Sterbesakramente reichen. Nun kam gerade der fromme Niklaus Wolf von Rippertschwand nach Ruswyl und kehrte vorläufig im Pfarrhofe ein. Hier redete man mit ihm von den bedenklichen Umständen des Hochw. Herrn Kaplan. Zu gleicher Zeit lag im Pfarrhof selber der hochwürdige Herr Vikar Bucher, ein gar frommer junger Priester, an dem Friesel (ein mit Fieber verbundenem Hautausschlag) krank. Niklaus Wolf begehrte ein Zimmer, wo er allein sein könne. Man wies ihm ein solches an. Hier kniete der fromme Landmann nieder und betete für die beiden kranken Priester. Nach einer Weile öffnete er das Zimmer und erklärte:
„Kaplan Egli stirbt nicht, sondern wird noch lange leben, und Gott wird ihn wieder unter dem Scheffel hervor nehmen, und auf den Leuchter stellen. Den hochwürdigen Herrn Vikar aber versehet schnell mit den hl. Sakramenten; es ist hohe Zeit.“
Diese Erklärung überraschte allgemein. Aber der Erfolg bestätigte die Wahrheit dieser Aussage. Vikar Bucher starb in kurzer Zeit; Kaplan Egli hingegen genas von da an zusehends.
Positio Kapitel IX, Dokument 12, Seite 409